Freitag, 13. Juli 2007

Prüfung bestanden

Man wundert sich ja doch, dass das Ding immer noch "Führerschein" heißt, aber so isses nun mal. Jedenfalls hab ich ihn jetzt. Und es war ganz einfach. Nachdem es in keiner Fahrstunde geregnet hatte, mussten sich natürlich am Tag der Prüfung die Himmelsschleusen öffnen. So weiß ich nun, dass auch der Scheibenwischer seinen Dienst tut, wenn man ihn braucht...
Mein Fahrlehrer hat es geschafft, mich in der letzten Fahrstunde direkt vor der Prüfung nochmal alle Anfänger-typischen Fehler auf einmal machen zu lassen, bevor wir zum "Brillux"-Gelände in Tiergarten fuhren, wo der Prüfer schon wartete. Entsprechend locker grüßte ich freundlich und wollte gleich losfahren. Natürlich musste ich dem Prüfer jetzt erstmal die Ape kleinklein erklären, denn er fand sie so süß... Auch gut, die Stimmung sollte anhalten während der ganzen Fahrt. Bis auf eine plötzliche Vollbremsung an einer Ampel auf der Bismarckstraße (ich konnte mich einfach nicht entscheiden, ob es schon zu spät zum Bremsen war und stieg dann doch in die Eisen) lief es auch wirklich rund. Meine Angst vor dem völlig verwirrten Abwürgen der Ape auf einer dafür gänzlich ungeeigneten Fahrspur auf dem Ernst-Reuter-Platz oder dem Großen Stern war gar nicht im Repertoire der Prüfung. Da hatte ich mich umsonst verrückt gemacht.
Die Sollbruchstellen habe ich dann gleich auf meiner ersten Alleinfahrt ohne Fahrlererknopf im Ohr in Angriff genommen. Großer Stern, Brandenburger Tor und die Alex-Baustelle - alle erfolgreich genommen. Ich bin stolz auf mich:)

Mittwoch, 4. Juli 2007

Die Fahrerlaubnis naht

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass es hier nur um Querelen mit dem Jobcenter ginge. Deshalb jetzt auch mal ein Abstecher auf das zweite Gebiet, dass mich gegenwärtig neben der Beraterei am meisten beschäftigt: So die DEKRA will, kann ich nämlich demnächst endlich mit meinem dreirädrigen Kleinkraftrad "Ape 50" von Vespa durch die Stadt brausen.
Ich hatte mir ja überlegt, welche Art von Transportmittel für mich leistbar ist und gleichzeitig zu mir passt. Wie der Name Hartzer Roller vermuten lässt, kam ich dabei auf diesen herzigen Roller mit Ladekasten hinten drauf. Im Grunde fand ich die immer schon toll, aber nun hatte ich endlich einen Grund:)
Also ließ ich in Pisa eine Ape für mich bauen. Die haben dort vier Farbtöpfe und warten immer, bis von einer Farbe 10 Stück bestellt sind. Dann fangen sie mit der Montage an. Gott sei dank wollte ich keine grüne, denn grün geht schlecht und dauert entsprechend lange. Meine Ape ist schwarz wie die Hoffnung mit einem dezenten orangenen Schriftzug (wen hätte diese Farbkombination auch gewundert).
Keine Fahrschule in Berlin hat so ein Teil. Deshalb mache ich die Fahrerlaubnis auch auf meiner eigenen Ape. Mein Fahrlehrer ist mittlerweile offenbar schon ein bisschen stolz darauf, mit mir durch die Stadt zu brausen. Jedenfalls zeigt er seinen Fahrlehrerkollegen gern mein Gefährt. Auch die Bevölkerung scheint ihren Spaß zu haben. Kleine Kinder zeigen auf das kleine Auto und eigentlich begegnen mir alle mit einem Lächeln. Vielleicht ist es Mitleid, aber ich tippe doch eher auf Sympathie. Die Autofahrer sehen das nicht ganz so entspannt, für die bin ich wohl eher ein Verkehrshindernis:) Na, nicht aus der Ruhe bringen lassen, dann klappt das schon.
Langer Rede kurzer Sinn: Am Freitag, den 13., habe ich Fahrprüfung. Ich fühl mich zwar recht sicher mittlerweile, aber das muss ja kein gutes Zeichen sein. Erstmal werde ich mir keinen Kopf machen, die Nervosität trägt mich dann schon durch die entscheidenden 20 Minuten mit dem Prüfer im Auto hinter mir. Also bitte Daumen drücken. Das Ergebnis gibts dann hier zu lesen und hoffentlich ab dem 13. auf den Straßen zu bejubeln:)

Ich bin wieder drin:)

Das schöne am Geld ist ja, das es irgendwann alle ist. Und - wie soll ich sagen - fast muss ich das Jobcenter jetzt loben, denn ich habe tatsächlich wieder mal einen Bescheid bekommen, in dem ich quasi als verlorener - oder besser: heimgekehrter Sohn in das Nest der Bedarfsfamilie aufgenommen wurde. Leider ohne jeden Hinweis darauf, wie die bis jetzt nur ruhenden Rückforderungen weiter behandelt werden sollen. Darüber werde ich wohl noch mal mit meiner Anwältin sprechen müssen... Aber nach meinem Lieblingsmotto "fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" habe ich erstmal einen Fortzahlungsantrag auf Einstiegsgeld gestellt. Und was wichtiger ist: Jetzt zeichnet sich nach Monaten zum ersten Mal wieder so etwas wie Planungssicherheit ab...